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8.9.1935

Zwei 60-Jahrfeiern obererzgebirgischer Feuerwehren

Anläßlich des 60jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Oberwiesenthal weihten die Wehrmänner von Deutschlands höchstgelegener Stadt am 8. September 1935 ihren gefallenen Kameraden ein Ehrenmahl als Zeichen der Dankbarkeit und als Gelöbnis, daß ihr Deutschland gebrachtes Opfer unvergessen bleiben soll. Am gleichen Tage
Bild: Unser Gerätehaus am Tag der Übergabe

übergab Architekt Fichtner-Annaberg das neu erbaute Feuerlöschgerätehaus mit Steigerturm der Stadtgemeinde. Das sehr zweckmäzig eingerichtete Gebäude macht dem Geist der Oberwiesenthaler Wehr alle Ehre.
Bild: das Ehrenmahl


23.9.1975

Die Feuerwehr im Wandel der Zeit
100jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen
Beförderungen und Auszeichnungen vorbildlicher Leistungen

Kurort Oberwiesenthal. vor wenigen Tagen feierte die hiesige FFW ihr 100jähriges Bestehen. Alle Veranstalltungen, wie z.B. die Ausstellung "Feuerwehr im Wandel der Zeit", der Ehrenappell, der Festumzug mit historischen und modernen Fahrzeugen, die Festveranstaltungen sowie Schauübungen wurden von den Kameraden unter Leitung des Festkomitees mit viel Mühe, Elan und Begeisterung vorbereitet. Der Vergleich Vergangenheit - Gegenwart ließ eindeutig erkennen, das die Entwicklung des Brandschutzes eng mit dem Stand der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden ist. Der Brandschutz heute ist Anliegen der sozialistischen Gesellschaft und Bestandteil der staatlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen zur Gewährleistung von Ordnung, Disziplin und Sicherheit.
Die Leistungen der Kameraden der Freiwilligen
Feuerwehr wurden anläßlich dieses Jubiläums vielfach geehrt. Dies widerspiegeln die Beförderungen und Auszeichnungen sowie die Ernennung von Alterskameraden zu Ehrenmitgliedern. Zu den Gästen die dieses Jubiläum miterlebten, gehörten Mitglieder des Rates des Kreises, des Rates der Stadt, des Volkspolizei-Kreisamtes sowie des Wirkungsbereiches und der Wehren aus den Nachbarorten unseres Kreises und der Nachbarwehr aus dem befreundetem Bozi Dar (CSSR).
Allen denjenigen ein herzliches Dankeschön die mithalfen das das 100jährige Jubiläum für alle zum Erlebnis wurde. Besonderen Dank gilt den Kameraden Heine, der die Oberwiesenthaler vielseitig unterstützte.

Eberhardt König, Wehrleiter

Bild: Einsatzübund
Einen Feuerwehreinsatz aus erfreulichem Anlaß erlebten kürzlich Einwohner und Urlauber des Kurortes Oberwiesenthal - das 100jährige Bestehen der FFW. Mehr darüber ist nebenstehnd zu lesen. Unser Foto zeigt eine Archivaufnahme von einem Gruppenwettkampf der Betriebsfeuerwehren. Fotos: FP/Buschmann(1), KR Archiv (2)


9.3.1978
Kurz notiert

Wohnhausbrandt

Kurort Oberwiesenthal. Vergangenen Donnerstag gegen 11.15 Uhr kam es an der Annaberger Straße 5 zu einem Wohnhausbrandt, bei dem großer Sachschaden entstand. Eine Person erlitt leichte Verletzungen. Durch das Rasche eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine Brandausdehnung auf das Nachbargebäude Verhindert werden. Seitens der staatlichen Organe wurden sofort Maßnahmen zur Unterbringung der betroffenen Bürger eingeleitet.


7.4.1987

Bild: Winterübung 1
Die schnelle Bekämpfung eines Brandes unter sehr komplizierten Witterungsbedingungen demonstrierte eine Feuerwehrübung am Fichtelberg. Wie dieses Foto beweist, wurden Pistenfahrzeuge zum Transport eingesetzt.

Helmut Siegel fotografierte und notierte
Übungseinsatz am Fichtelberg unter erschwerten Bedingungen

Kurort Oberwiesethal. kürzlich führten die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr des Kurortes und des Kommandos Feuerwehr des VPKA Annaberg einen nicht alltäglichen Einsatz durch.
Es galt, im Rahmen einer Übung in einem abgelegenem Objekt im Raum Oberwiesenthal einen Brand zu bekämpfen. Witterungsbedingt konnten die Feuerwehrfahrzeuge nur bis auf eine Entfernung von einem Kilometer an das Objekt heran fahren. Folglich mußten die Löschtechnik und die gesamte Ausrüstung auf anderen Wegen durch den tiefverschneiten Fichtelbergwald transportiert werden. Dazu wurde erstmals Technik des VEB Sportstättenbetrieb zur Unterstützung eingesetzt. So u.a. Pistenfahrzeuge und Motorschlitten.

Bild: Winterübung 2
Am Einsatzort mußte trotz Schnees und Kälte jeder Handgriff sitzen.

Bild: Winterübung 3
Auch per Motorfahrzeug mit Transportschlitten wurde Löschtechnik wie z.B. Schläuche zum angenommenen Brandobjekt befördert.

Bild: Winterübung 4
Die Feuerwehrfahrzeuge konnten nur bis einen Kilometer vor dem Objekt heran fahren. Dann war Halt geboten.


22.2.1995

Kinder spielen mit Feuer
30000 Mark Brandschaden

OBERWIESENTHAL(red). Eine ehemalige LPG-Stallanlage fing gestern gegen 14.00Uhr in Unterwiesenthal Feuer. Drei Kinder aus Oberwiesenthal hatten nach Polizeiangaben im Stall mit Feuer gespielt und um Hilfe gerufen, als Sie den Brand nichtmehr selbst unter Kontrolle brachten. Bei der Bekämpfung des Dachstuhlbrandes kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Oberwiesenthal, Hammerunterwiesenthal und Bärenstein/Kühberg zum Einsatz.
Der an dem Seit 1990 ungenutzdem Stall entstandene Sachschaden wurde auf zirka 30.000 Mark geschätzt. Bei der Brandbekämpfung mußten zwar auch Schläuche über die B95 verlegt werden, doch Verkehrseinschränkungen in großem Maße blieben aus.

Bild: Brandeinsatz am Kuhstall
Auf dem Dachboden der alten Stallanlage lagerte noch Altfuttermittel der ehemaligen LPG. Die Feuerwehren aus Oberwiesenthal und Umgebung konnten das vollständige Abbrennen des Dachstuhles nicht verhindern. Foto: Streek


12.8.1998

Unfallursache noch ungeklärt

KURORT OBERWIESENTHAL(DR). Nach wie vor ungeklärt ist die Ursache für einen Unfall, der sich in den Nachmittagsstunden des vergangenen Donnerstages an der Großkläranlage im Ortsteil Unterwiesenthal ereignete.
Ein Mitarbeiter war bei Gerüstarbeiten in die Kläranlage gestürzt. Wie es zu dem Sturz, bei dem es sich offensichtlich um einen Arbeitsunfall handelte, gekommen war, konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden.
Dank dem schnellen Einsatz von Rettungsdienst und den beiden Feuerwehren aus Oberwiesenthal und Unterwiesenthal wurde der Verletzte schnell geborgen. Noch in der Tiefe erhielt der Verunfallte,
durch den Rettungsdienst eine Erstversorgung, bevor ihn die Retter auf eine Vakuummatratze legten.Moderne feuerwehrtechnische Geräte ermöglichten es, daß man die verletzte Person rasch an Seilen nach oben ziehen konnte, so Kreisbrandtmeister Helmut Siegel. Der Mann wurde noch am selben Tag mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Halle gebracht, wo er in der Nacht an der Wirbelsäule operiert wurde.
Trotz der schwere des Unfalls habe er noch Glück im Unglück gehabt, so Siegel. Lebensgefahr bestehe nun offenbar nicht mehr.

14.10.1998

Alptraum Hotelbrand
Übung für den Ernstfall

KURORT OBERWIESENTHAL(red). Das Rathaushotel in Oberwiesenthal war am vorigen Sonnabend Schauplatz einer gemeinsamen Übung der freiwilligen Feuerwehr des Kurortes mit der Bergwacht. Fiktives Szenario war dabei ein Brand in der dritten Etage des Hotels. Drei Verletzte sollten geborgen und Löschwasser über eine Strecke von 750 Metern heran geschaft werden.
Das Personal des Hotels verband die Übung mit der Aufgabe, das Verhalten im Ernstfall zu trainieren und die Gäste in Sicherheit zu bringen. Außerdem wurde die neue Brandmeldeanlage der Beherbergungseinrichtung getestet. Hotelgeschäftsführer Christian Wetzlmaier wertete die Übung anschließend mit dem Personal aus.

Bild: Einsatzübung "Hotelbrand"
Ein fiktiever Brand im dritten Stock war Ausgangspunkt einer gemeinsamen Übung von Feuerwehr und Bergwacht am Rathaushotel in Oberwiesenthal. Eine 750 Meter lange Löschwasserleitung war zu legen. Foto: Brigitte Streek


29.4.1999

Hexenfeuer vorzeitig abgefackelt
Bild: Hexenfeuer durch Brandstiftung zerstört
Udo Müller und Klaus-Dieter Modes (v.l.) sowie alle anderen Mitglieder der Oberwiesenthaler Wehr und der Jugendfeuerwehr sind stinksauer. Unbekannte haben in der Nacht den über sechs Meter hohen Holzhaufen, der für das Hexenfeuer vorgesehen war, abbgefackelt. Auch die teuren Abdeckplanen verbrannten. Heute nun wollen die Kameraden einen neuen Holzaufen aufbauen. Den jedoch werden Sie auch Nachts nichtmehr aus den Augen lassen. Foto: Brigitte Streek


31.1.2000

Polizeireport


Eingeschneit

OBERWIESENTHAL. 10 Pkw´s saßen am Sonnabend nachmittag auf der Verbindungsstraße zwichen Tellerhäuser und dem Grenzübergang Oberwiesenthal fest. Starke Schneefälle und Schneetreiben hatten die Straße unpassierbar gemacht. Die Sichtverhältnisse betrugen zeitweise nur 5 Meter. Durch Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bergwacht und Johanniter konnten die 25 Personen aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Bis dahin wurden die Insassen im Fichtelberghaus untergebracht.


3.2.2000

Ungewohnter Einsatz im Schneesturm
Pkw aus Schnee befreit - Ein Feuerwehrmann erinnert sich

KURORT OBERWIESENTHAL(red). Unter der Überschrift "Eingeschneit" veröfentlichte "Freie Presse" am Montag eine Meldung darüber, dass am Sonnabendnachmittag zehn Pkw auf der Verbindungsstraße zwischen Tellerhäuser und dem Grenzübergang Oberwiesenthal fest saßen. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bergwacht und Johaniter hatten alle Hände voll zu tun, um die Eingeschlossenen zu befreien. Gestern erhielt "Freie Presse" einen Brief vom Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Oberwiesenthal, Bodo Simon, in dem er das dramatische Geschehen schilderte. (Anmerkung von Author HP: Bodo Simon ist Stadtteilkommandant von Unterwiesenthal)

15.07 Uhr arlamierte die Leitstelle Annaberg die Bergwacht, die Freiwilligen Feuerwehren von Oberwiesenthal und Unterwiesenthal, die Kameraden von Tellerhäuser und den Kreisbrandmeister. 15.27 Uhr trafen wir an der Einsatzstelle ein. Polizei und Straßenmeisterei hatten die Straße bereits abgesperrt. Der Schneesturm war so heftig, dass wir kaum die Hand vor Augen sehen konnten. Als wir uns bis zum fest gefahrenen Schneepflug und den eingescheiten Pkw vorgearbeitet hatten,

erkannten wir erleichtert, dass keine Personen verletzt waren. Aber die psychische Verfassung der Eingeschlossenen befand sich bereits im Keller. Ein Teil von ihnen wartete schon seit 11 Uhr auf Hilfe. Eine Schneefräse kämpfte sich durch die liegen gebliegenen Pkw. Zuerst legten wir den Schneepflug frei. Danach begannen wir von zwei Seiten, die Fahrzeuge vom Schnee zu befreien und abzuschleppen. DieTellerhäuser Wehr unterstützte uns aus ihrer Richtung. Die Zeit rannte und bereits nach einer halben Stunde waren die Kameraden bis auf die Haut durchnässt. Die Annaberger Leitstelle hatte inzwischen den Betreuungszug alarmiert, der sich um die Insassen kümmerte. Die Kameraden dort hielten das zuerst für einen Witz, konnten sie sich doch nicht vorstellen, dass Fahrzeuge eingeschneit sind. Die Straßen nach Oberwiesenthal waren frei ... Die eingeschlossenen Autos steckten so tief fest, dass ihne Freischaufeln die Abschleppseile rissen. 17.57 Uhr war der Einsatz endlich beendet und die Schmerzgrenze für die Kameraden schon lange überschritten. Sie waren so durchgefrohren, dass man sich im Betreuungszug der Johanniter um sie kümmern mußte.

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Polizeireport


Suchaktion am Fichtelberg

OBERWIESENTHAL. Eine großangelegte Suchaktion starteten am Mittwoch Abend Polizei, Bundengrenzschutz, Zoll, Bergwacht, Feuerwehr sowie Ortsansässige und Sportler. Ein 15-Jähriger Potsdamer der sich mit seiner Sportgruppe in Oberwiesenthal aufhielt, war nach einer Skitour nicht am vereinbarten Ziel angekommen. Die erste suche der Gruppenmitglieder, unterstützt von Oberwiesenthalern brachte keinen Erfolg. Auch im Rettungsamt und in der Notaufnahme fand die Polizei keine Hinweise auf den Verbleib des Jungen. Gegen 1.40 Uhr dann Aufatmung bei den Suchkräften. Zwei Angehörige der Bergwacht fanden den erschöpften und völlig duchnäßten Jugendlichen mit samt seiner Skiausrüstung an einer Waldkreuzung (Joachimstahler Weg/Prinzenweg) in Richtung Tellerhäuser. Der Sporter hatte sich in dem Waldabschnitt, in dem keinerlei Bebauung vorhanden ist total verlaufen. Er war unverletzt, wurde aber, da er sehr unterkühlt war, durch den anwesenden Notarzt ins Klinikum nach Annaberg eingewiesen.


23.02.2000

Brief an die Redaktion

Retter des Wassersportlers
kommen nicht ins Rudern

Zum Artikel " Suchaktion am Fichtelberg " ( "Freie Presse", 04. Februar) schrieb der Landesruderverband Brandenburg :

Wir waren nach Oberwiesenthal gekommen, um unsere Sportler kontitionell auf die kommenden Wettkampfhöhepunkte vorzubereiten. Unter den Ruderen waren auch Teilnehmer und Medailliengewinner bei Juniorenweltmeisterschaften sowie Nationscup-Metailliengewinner der U 23 Nationanmannschaft. Die meisten unserer Sportler sind erfahren im Umgang mit dem "weißen Element", aber wir sind auch bemüht, erfahrenen Nachwuchssportlern die Schönheit des Erzgebirges nahezubringen. Leider waren wir Anlaß für eine spektakuläre Rettungsaktion, um einen unserer Sportler aus dem Wald zu hohlen.

Nach vielen Stunden bangen Wartens wurde von der Feuerwehr die Nachricht vom erfolgreichen Ausgang der Suchaktion übermittelt und nicht nur das, sondern auch die Nachricht, dass der Junge unverletzt und putzmunter sei. Wir möchten hier an dieser stelle unseren tiefempfundenen Dank an die Bergwacht, die Feuerwehr, die Polizei und den Bundesgrenzschutz übermitteln und ihnen versichern, das wir diese Aktion sehr sorgfältig ausgewertet haben. Vor allen Dingen hat uns die Ruhe, Sachlichkeit und hohe Fachkompetenz des Bergwachtdienstes sowie die ausgesprochene Freundlichkeit der Feuerwehrleute beeindruckt. Vielen herzlichen Dank noch einmal an alle, die an diesem Erfolg mitgeholfen haben, wir werden dieses Erlebnis nicht so schnell vergessen.

Bild: Leserbrief zur vermißten Person
Nach der Suchaktion: der mehrere Stunden vermisste Arne Maury (l.) und sein Trainer vom Landesruderverband Brandenburg, Dettlef Kuhlmann. Foto: Brigitte Streek


05.11.2001
Brand in O`thaler Hotel "Aktivist"

Oberwiesenthal. Im leerstehenden Oberwiesenthaler Hotel "Aktivist" brannte es am Freitag abend. Nach den ersten Ermittlungen durch die Beamten der Kriminalpolizei-Inspektion Aue bestätigt sich der Verdacht auf Brandstiftung. Wie gestern aus dem Lagezentrum Aue zu erfahren war, war der Brand im Gästezimmer 403 ausgebrochen. Dort befanden sich aber keinerlei Geräte, die auf einen technischen Defekt hätten schließen lassen. Der Sachschaden beträgt zirka 10.000 Mark. Nicht bestätigen konnte der Diensthabende die Radiomeldung, dass Kinder das Feuer verursacht haben. Noch würden die Spuren ausgewertet. Verdächtige gäbe es bisher keine.(ka)


22.04.2002
Brand am Wurzelberg
hält Wehren auf Trab

Komplexe Einsatzübung in Oberwiesenthal zeigt Einsatzbereitschaft

Oberwiesenthal. 13.14 Uhr, Sonnabend. Bei der Feuerwehr geht eine Brandmeldung ein. Die Rettungsleitstelle Annaberg empfing kurz vorher einen anonymen Anruf: Brand am Wurzelberg/Abzweig Buchenweg auf einer Einschlagsfläche. Kurze Zeit später sind die Wehren Oberwiesenthal, Unterwiesenthal und Hammerunterwiesenthal Richtung Joachimsthaler Straße unterwegs.
13.31 Uhr: Vier Fahrzeuge treffen mit reichlich 30 Feuerwehrleuten an der Einsatzstelle ein. Einschätzung: Flächenbrand der sich schnell bergauf ausbreitet. Kurze Absprache zwischen den Leitern: Wasserentnahme, ein Tanklöschfahrzeug für den Talbereich, das zweite an den Berg. Im Laufschritt kommen 25 Leute in Aktion. Schläuche werden ausgerollt, das TLF fährt bei Vollgas über einen Verteiler. Der muß gewechselt werden. Minuten später: Wasser Marsch für den unteren Teil der Fläche.
Oben läuft die TS 8 bereits. Ehe jedoch das Wasser ans Feuer gerät, vergehen 17 Minuten. 50 Höhenmeter wollen überwunden sein. Oben sitzt das Fahrzeug am Berg fest. Der Weg läuft aus. Mitten in den Löscharbeiten entdeckt einer eine Rauchfahne im Jungwald, etwa 30 Meter entfernt im Dickicht. Schweißperlen wachsen unter den Schutzhelmen.
Falk Haberecht hat ganze Arbeit geleistet. "Wir wollen den Ernstfall ohne Vorinformationen proben." Auch Einsatzleiter Thomas Herberger hatte keine Ahnung. Kreisbrandmeister Helmut Siegel beobachtet das Ganze mit kritischen Auge. "Einige Dinge sind nicht so gelaufen, wie es hätte sein können." Die Auswertung erfolgt noch vor Ort. Revierleiter Klaus-Peter Weingardt hat den Alarm- und Einsatzplan des Forstamtes Neudorf parat. "Wir wollen herausfinden, ob der Funktioniert. Dank der Kameraden wissen wir jetzt, dass die wehren im Ernstfall stehen." Die Spannung löst sich.


18.09.2010

Bürgermeister vermutet "Feuerteufel" in Oberwiesenthal

Gleich drei Brände in zwei Tagen - Ernst fordert weitere Polizeipräsenz


Nachdem es bereits an zwei Containerstellplätzen gebrannt hat, fackelte tags darauf ein Wohnwagen samt Garage in Oberwiesenthal ab. Das notwendige Löschwasser wurde aus dem Bach an der Grenze geholt. Die Wehren aus Oberwiesenthal, Unterwiesental und Hammerunterwiesenthal verhinderten Schlimmeres.

 

Oberwiesenthal. Was in einer Polizeimeldung recht nüchtern klingt, versetzt die Betroffenen in Angst und Schrecken: "Meine Frau ist fix und fertig, die Kinder haben sich übergeben. Alle sind mit den Nerven am Ende", berichtet der Familienvater. Grund ist die vermutete Brandstiftung, die in der Nacht zum Samstag ein Carport, einen Wohnwagen und die Spielanlage im Garten nahezu vernichtete. "Zum Glück hat das Feuer nicht noch aufs Haus übergegriffen. Die Kameraden der Wehr haben die Holzfassade mit Schaum eingesprüht, um ein Entflammen zu verhindern", sagt der 39-Jährige.

Gegen 4.30 Uhr brannte ein Carport mit Spitzdach, in dem Holz gelagert und ein Wohnwagen Typ Buerstner untergestellt waren. Durch das Feuer wurde weiterhin ein Pkw Mazda MX 5 im Frontbereich beschädigt. "Der Schaden wird bisher auf etwa 28.500 Euro geschätzt. Die Untersuchungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen", heißt es seitens der Polizei. "Das Materielle lässt sich reparieren. Sobald wir es dürfen, reißen wir die ,Gerippe' ab, um nicht das Geschehen dieser Nacht vor Augen zu haben und daran erinnert zu werden. Es muss so schnell wie möglich aus den Köpfen heraus", meint der Vater.

Derweil - ohne, dass dies die Polizei offiziell bestätigte - scheint in Oberwiesenthal ein Feuerteufel sein Unwesen zu treiben. Zumindest Bürgermeister Mirko Ernst spricht offen davon: "Brandstiftung ist die Ursache für mehrere Feuer, die derzeit in Kurort Oberwiesenthal Besorgnis erregen. Erst brannte am Freitag in Hammerunterwiesenthal auf einem Sammelplatz an der B 95 ein Papiercontainer. Nur wenige Minuten später standen in der Oberwiesenthaler Karl-Hertelt-Straße ein Papier- und ein Glascontainer in Flammen. Die Feuer konnten durch die Wehren aus Ober-, Unter- und Hammerunterwiesenthal zwar zügig gelöscht werden, dennoch ist es ein gefährliches und teures Ärgernis. Bereits in der Vergangenheit wurden sämtliche Sammelplätze unserer Stadt teils mehrfach Ziel von Brandanschlägen", berichtet er.

Ernst fordert daher, "die Strategie der bereits diskutierten Streichung weiterer Polizeiposten in der Region zu überdenken. Die ebenfalls alarmierte Landespolizei traf eineinhalb Stunden nach den Löschtrupps am Unglücksort ein. Nicht auszudenken, würden die Wehren auch solange brauchen."

"Nur wer selbst betroffen ist, weiß, was wirklich in den Menschen vorgeht, wenn so etwas passiert. Zum Glück ist niemand verletzt worden", sagt das Familienoberhaupt recht gefasst. Aufbauarbeit hat er jedoch nicht nur bei Holzbalken und Karosserieteilen zu leisten.




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